The Story about my Charger…

Vorstellung der Mitgliederautos….

BruderRuffy

Als Kind interessierten mich Autos eigentlich nicht so wirklich. Videospiele, Filme und mit meinen Kumpels treffen, war eher das was mich in den Neunzigern interessiert hatte. Doch im Jahre 2000, sollte sich alles ändern. Im Kino lief der Film „Nur noch 60 Sekunden“ den ich mit Begeisterung schaute. Der Shelby Mustang GT 500 (Eleanor) war ein echtes Sahne Bonbon und weckte mein Interesse für Amerikanische Autos. So schwirrte der Mustang eine Weile bei mir im Kopf herum und schaute mich um was es noch so an Mustangs aus der Zeit auf dem Markt gab. Ich schwärmte einige Zeit für Mustangs jeglicher Art. Doch wie das halt so ist, ein paar Jahre vergingen und die Idee mir irgendwann ein Mustang zu kaufen geriet ein wenig in den Hintergrund. Es war einfach nicht die Zeit und es sollte nicht sein. Ausbildung und wenig Geld sind keine guten Voraussetzungen um in einen Mustang zu investieren.

Dann im Jahre 2005 lief die Verfilmung von „Ein Duke kommt selten allein“ mit Johnny Knoxville. Da ich zu der Zeit ein großer Jackass und somit Johnny Knoxville Fan war, musste ich mir den Film natürlich anschauen, was ich dann tat. Vor Beginn des Films hätte ich nie gedacht dass der Film mein Leben in Sachen Amerikanische Autos komplett verändern würde. Zu meiner Schande muss ich sagen dass ich die Serie „Ein Duke kommt selten allein“ nie gesehen hatte obwohl sie genau in meiner Zeit passte. Doch hatte ich keine Ahnung. Ich schaute den Film und sah zum ersten Mal den General Lee (1969er Dodge Charger R\T) Ich flippte aus, ich konnte es kaum fassen wie Geil dieser Wagen war. Von nun an war es um mich geschehen. Ich musste einen General Lee haben. Ich konnte gedanklich nicht davon ablassen, der Charger war für mich DAS Auto. Doch leider wie das immer so ist, holte mich das Leben schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Der General Lee bzw. ein 69er Dodge Charger war für mich aufgrund der hohen Preislage quasi Unbezahlbar. Doch der Traum verblasste dieses mal nicht.

Es vergingen wieder über 10 Jahre und die Idee mir einen Dodge Charger zu kaufen begleitete mich stehst immer weiter. Es fehlte mir nur leider immer das nötige Kleingeld für so ein Dodge Charger und der 69er war sprichwörtlich Schweine Teuer. Irgendwann machte ich mir Gedanken. Es sollte ein Dodge Charger sein, komme was wolle und so schaute ich mir die anderen Baujahre an und stellte fest die 71,72,73er waren auch Interessant und vor allen Dingen Bezahlbar. Ich schaute auf den einschlägigen Internetseiten nach, was so für Dodge Charger angeboten werden. Die Optik variierte Stark und viele sahen aus meiner Sicht nicht wirklich gut aus. Doch irgendwann schaute ich wieder ins Internet und sah dass jemand einen interessanten Dodge Charger mit Geiler Optik in Oberndorf am Neckar zum Verkauf anbot.
Ich telefonierte sofort mit dem Besitzer in der Hoffnung dass der Wagen noch zu haben sei. Nach kurzer Zeit des Gespräches, war für mich klar das wird mein Dodge Charger. Wir telefonierten lange und öfter und besprachen alles am Telefon. Das mit dem Geld war in der Zwischenzeit geregelt. Nun musste ich mir Gedanken machen, wie bekomme ich den Wagen nach Norddeutschland. So verrückt wie ich nun mal bin, musste die Aktion an einem Wochenende laufen. Ich musste ja schließlich wieder Arbeiten. So packte ich mein Rucksack, viele Energie Drinks, Essen, Unterlagen und das Geld ein und machte mich auf dem Weg nach Oberndorf.

Ich fuhr am Samstagmorgen um 10 Uhr in Bremen mit dem Zug ab und kam gegen 19 Uhr am Samstagabend in Oberndorf am Bahnhof an, wo mich der Verkäufer des Dodge einsammelte und wir gemeinsam zu Ihm nach Hause fuhren. Auf dem Hof angekommen stand der Dodge unter einem Carport. Das war der Moment wo ich den Dodge das erste mal Live sehen durfte. Da Stand er, der Dodge Charger Bj. 1972 5,2 Liter 318 Cui 150Ps Automatik, mit der abgefahrenen US Army Lackierung. Der Wagen war Riesig, mir rutschte das Herz in die Hose. Doch Nein, ich durfte ihn noch nicht näher begutachten, denn erst wurde ich zu Tisch gebeten. Es wurde gekocht, und so wurde ich zum Abendessen eingeladen.
Nach dem Abendessen und ein paar netten Gesprächen war es endlich soweit. Ich konnte es kaum abwarten. Der Verkäufer stellte mir ganz Offiziell den Charger vor, er zeigte mir alles Technische und erzählte mir alles Wissenswertes zum Wagen. Dann machten wir die Probe fahrt. Erst als Beifahrer und dann sollte ich selber ran. Das Gefühl ihn das erste mal zufahren war überwältigend, ich meine der Wagen war Riesig und das war ich nicht gewohnt. Dennoch dachte ich die ganze Zeit Geil ich sitze endliche in einen Charger. Der Charger machte auf mich einen Seriösen Eindruck und davon mal ab war mir eh klar wenn der Motor bei der Probefahrt nicht Explodiert, fahre ich nicht ohne Charger nach Hause.
Nach der Probefahrt, wieder beim Verkäufer daheim angekommen, machten wir den Papierkramm und Kasse und so war es an der Zeit mit dem Charger den Heimweg anzutreten. Mittlerweile 22:30 Uhr verabschiedete ich mich und fuhr in Oberndorf los. Ich hatte immerhin über 700 Kilometer Wegstrecke vor mir und das mit einem Auto was man quasi gar nicht kennt und nicht wusste ob man sprichwörtlich ankommt. Die ersten paar Kilometer waren sehr ungewöhnlich. Der Charger war groß, als würde ich im LKW sitzen so habe ich mich gefühlt aber dafür ist die Fahrersitzbank total gemütlich und so gewöhnte ich mich schnell. Ich hatte eine lange Fahrt vor mir und war alleine unterwegs doch von Müdigkeit keine Spur.. Könnte an den Dosen Energie gelegen haben und weil ich total aufgeregt war.
Ich war gut drauf, hier und da mal eine Pause, Gemütliches fahren, so verging die Nacht und die Kilometer bis nach Hause. Endlich in meiner Heimat angekommen, irgendwo zwischen Bremen und Delmenhorst schaltete ich mein Navi aus weil, man kennt sich ja aus und was war, erst mal direkt Verfahren auf den letzten Paar Meter ☺
So gegen 7 Uhr am Sonntagmorgen bin ich dann von meinem Road Trip zurück bei mir auf dem Hof angekommen. Ich war heilfroh dass alles soweit geklappt hatte. Den Charger erst mal abgestellt, bin ich ins Bett gefallen aber schlafen konnte ich dennoch nicht wirklich. Zu viel Energie würde ich sagen. Und so begann meine nie endende Reise mit dem Charger. Mal sehen was wir in der Zukunft noch so erleben werden.

Warum der Dodge Charger solch eine Lackierung hat!
Der Legende nach soll der Charger in San Diego in der U.S Navy Base beheimatet gewesen sein. Der Charger wurde als Geschenk für einen General gekauft der auf der U.S Navy Base stationiert war. Die Crewman seiner Einheit haben den Charger gekauft und in der U.S. Navy Lackierung lackiert und ihn dann als Geschenk überreicht. Daraufhin hat er eine Weile als Show Charger bei Paraden auf dem Navy Stützpunkt seinen Dienst getan bis er dann nach Deutschland verschifft wurde.

Danke für die Aufmerksamkeit 😉